Labordiamanten in der Schweiz: Wofür du beim Kauf wirklich bezahlst
Zwei Labordiamanten können nebeneinander liegen, dieselbe Karatzahl, dieselbe Reinheit und auf den ersten Blick sogar dieselben Zertifikate aufweisen und dennoch mehrere Tausend Franken Preisunterschied haben. Wer verschiedene Juweliere und Anbieter in Zürich vergleicht, wird genau das feststellen. Auf dem Papier scheinen die Steine nahezu identisch. Der Preis erzählt jedoch eine ganz andere Geschichte.
Genau an diesem Punkt stellen sich viele Käufer die gleiche Frage. Wenn Zertifikate standardisiert sind und die Bewertung nach den 4Cs erfolgt, weshalb unterscheiden sich die Preise dann teilweise so deutlich?
Dieser Leitfaden liefert keine feste Preisliste. Goldpreise verändern sich. Die Grosshandelspreise für Labordiamanten entwickeln sich weiter. Wechselkurse zwischen Schweizer Franken, Euro und US-Dollar schwanken. Jeder konkrete Preis ist deshalb immer nur eine Momentaufnahme.
Viel wichtiger ist es zu verstehen, welche Faktoren den Preis eines Labordiamanten tatsächlich bestimmen. Wer diese Zusammenhänge kennt, kann jeden Diamanten besser einordnen, unabhängig davon, ob er online, bei einem Juwelier in Zürich oder im Rahmen einer persönlichen Beratung angeboten wird.
Am Ende dieses Leitfadens wirst du die vier wichtigsten Preistreiber von Labordiamanten kennen. Du wirst verstehen, weshalb zwei scheinbar identische Diamanten sehr unterschiedlich bepreist sein können und welche Fragen vor einer Kaufentscheidung gestellt werden sollten.
Du musst dafür kein Gemmologe werden. Es reicht zu wissen, worauf es wirklich ankommt.
Warum die Preise von Labordiamanten so stark variieren
Es gibt keinen einheitlichen Marktpreis für Labordiamanten, wie es beispielsweise einen täglichen Spotpreis für Gold gibt. Stattdessen bewegt sich der Markt innerhalb einer breiten Preisspanne. Wo genau ein bestimmter Diamant innerhalb dieser Spanne liegt, hängt von mehreren Faktoren ab.
Der erste Faktor ist die Art und Weise, wie der Diamant hergestellt wurde. Der zweite betrifft den Produktionsstandort und die Energiequellen, die für seine Herstellung genutzt wurden. Der dritte Faktor ist die Auswahl des Diamanten selbst also wurde er ausschliesslich anhand seines Zertifikats bewertet oder zusätzlich von einem Experten geprüft und ausgewählt? Der vierte Faktor umfasst alles, was den Diamanten umgibt: das Edelmetall, die Fassung, die handwerkliche Verarbeitung und das Design des Rings.
Jeder dieser Faktoren kann den Preis eines Verlobungsrings mit Labordiamanten spürbar beeinflussen. Genau deshalb können zwei Diamanten mit nahezu identischen IGI-Zertifikaten unterschiedlich bepreist sein.
Sobald man diese vier Preistreiber versteht, lassen sich Angebote deutlich besser einordnen und vergleichen. Wer weiss, worauf zu achten ist, kann Kaufentscheidungen mit mehr Sicherheit und Transparenz treffen.
Schauen wir uns die einzelnen Faktoren genauer an.
Preistreiber 1 – Das Herstellungsverfahren: HPHT oder CVD
Nahezu jeder Labordiamant auf dem Schweizer Markt wird heute mit einem dieser beiden Verfahren hergestellt: HPHT oder CVD. Beide erzeugen denselben Werkstoff, reinen kristallinen Kohlenstoff, der chemisch, physikalisch und optisch mit einem natürlich entstandenen Diamanten identisch ist. Die Herstellungsverfahren unterscheiden sich jedoch in ihren Kosten, ihrem Energiebedarf und den Eigenschaften, die sie im fertigen Diamanten hinterlassen können.
HPHT (High Pressure High Temperature) bildet die Bedingungen nach, unter denen natürliche Diamanten tief unter der Erdoberfläche entstehen. Ein Diamantkeim wird in ein kohlenstoffreiches Medium eingebracht und Druck sowie hohen Temperaturen ausgesetzt, die die meisten anderen Materialien zerstören würden. Unter diesen extremen Bedingungen kristallisiert der Kohlenstoff um den Keim herum und bildet nach und nach einen Diamanten.

CVD (Chemical Vapor Deposition) verfolgt einen anderen Ansatz. Hier wird ein Diamantkeim in eine versiegelte Kammer mit kohlenstoffhaltigem Gas gelegt. Durch starke Erhitzung entsteht ein Plasma, aus dem sich Kohlenstoff Schicht für Schicht auf dem Keim ablagert. Vereinfacht gesagt wächst der Diamant dabei Atom für Atom heran.
Wenn du die technischen Unterschiede zwischen beiden Verfahren genauer verstehen möchtest, findest du in unserem Leitfaden zu Labordiamanten eine ausführliche Erklärung der jeweiligen Herstellungsprozesse.
Für Käufer ist vor allem relevant, dass die beiden Verfahren unterschiedliche Kostenstrukturen haben. HPHT-Anlagen sind technisch anspruchsvoll und energieintensiv, ermöglichen jedoch häufig kürzere Produktionszyklen. CVD-Anlagen benötigen zwar längere Wachstumszeiten, liefern jedoch insbesondere bei grösseren Diamanten oft sehr saubere Ergebnisse. Die Preisunterschiede zwischen beiden Verfahren sind heute geringer als noch vor einigen Jahren, dennoch können sie sich weiterhin auf den Endpreis eines Labordiamanten auswirken.
Ein Detail ist dabei besonders interessant. Bei der HPHT-Produktion kommen teilweise metallische Katalysatoren zum Einsatz. Diese können minimale Spuren von Bor im fertigen Diamanten hinterlassen. Das hat keinen Einfluss auf die Qualität oder Haltbarkeit des Steins, kann jedoch dazu führen, dass einfache Diamanttester den Stein fälschlicherweise als Moissanit erkennen. CVD-Diamanten zeigen dieses Verhalten in der Regel nicht.
Das macht keines der beiden Verfahren grundsätzlich besser oder schlechter. Es zeigt lediglich, dass die Herkunft und Herstellung eines Diamanten auch nach seiner Fertigstellung eine Rolle spielen können. Wer seinen Diamanten später testen lässt, sollte deshalb wissen, ob er mit HPHT oder CVD hergestellt wurde. Ein seriöser Anbieter wird diese Information jederzeit transparent kommunizieren können.
Preistreiber 2 – Wo der Diamant hergestellt wurde und womit er hergestellt wurde
Dies ist der Faktor, nach dem die wenigsten Käufer fragen und gleichzeitig einer der wichtigsten Gründe dafür, weshalb die Preise für Labordiamanten in der Schweiz so stark variieren können.
Die Produktion von Labordiamanten konzentriert sich heute auf einige wenige Regionen weltweit. Es gibt Hersteller in der Schweiz und anderen europäischen Ländern. Auch in den USA existiert eine bedeutende Produktion. Der grösste Teil der weltweiten Herstellung findet jedoch in China und Indien statt. Unabhängig vom Produktionsort entsteht dabei derselbe Werkstoff: reiner Kohlenstoff, der von denselben gemmologischen Instituten nach denselben 4Cs bewertet werden kann.
Was sich jedoch teilweise erheblich unterscheidet, ist der Aufwand hinter der Herstellung. Dazu gehören die verwendeten Energiequellen, die Produktionsbedingungen, die Qualitätskontrollen sowie die Kosten für Betrieb und Wartung der Anlagen. All diese Faktoren beeinflussen den Preis.
Ein europäischer Produzent, der seine Anlagen mit Solar- oder Wasserkraft betreibt, arbeitet unter anderen Voraussetzungen als eine Produktionsstätte, deren Strommix stark auf fossilen Energieträgern basiert. Auch Arbeitsstandards, Qualitätskontrollen und regulatorische Anforderungen unterscheiden sich je nach Region erheblich. Diese Unterschiede spiegeln sich letztlich im Preis pro Karat wider, den ein Juwelier in Zürich für einen Diamanten bezahlt.
Die Preisunterschiede können dabei deutlich grösser ausfallen, als viele vermuten. Es geht oft nicht um wenige Prozentpunkte, sondern je nach Karatgewicht und Qualitätsstufe um einen erheblichen Unterschied.
Für Käufer ist das aus zwei Gründen relevant.
Der erste Grund ist Transparenz. Wenn ein Labordiamant deutlich günstiger angeboten wird als vergleichbare Steine aus europäischer Produktion, lohnt es sich zu fragen, woher er stammt und unter welchen Bedingungen er hergestellt wurde.
Der zweite Grund betrifft die Nachhaltigkeit. Der Begriff „Labordiamant“ allein ist noch kein Nachhaltigkeitsversprechen. Er beschreibt lediglich die Herstellungsart. Wie nachhaltig ein Diamant tatsächlich ist, hängt von der jeweiligen Produktionsstätte ab, von der Energiequelle, den Arbeitsbedingungen, den Transportwegen und der Transparenz innerhalb der Lieferkette.
IRALIS bezieht seine Diamanten hauptsächlich von einem Produzenten, der mit Solarenergie arbeitet, und ergänzt diese Auswahl durch sorgfältig kuratierte Diamanten etablierter Hersteller in Deutschland und Grossbritannien. Für Kunden, die einen noch lokaleren Ansatz wünschen, besteht zudem die Möglichkeit, einen Diamanten direkt von einem Schweizer Produzenten auszuwählen. Der Ring wird anschliessend vollständig in der Schweiz gefertigt und gefasst. Ein besonders individueller Prozess, der aber mit entsprechend höheren Kosten verbunden ist.
Die Herkunft ist einer der Gründe dafür, weshalb sich die Preise von IRALIS von scheinbar vergleichbaren Angeboten unterscheiden können. Bezahlt wird nicht nur für die Kategorie „Labordiamant“, sondern auch für die Herkunft, die Produktionsbedingungen und die Sorgfalt hinter jedem einzelnen Stein.
Wenn du künftig zwei Diamanten mit nahezu identischen Zertifikaten vergleichst, lohnt es sich deshalb, eine zusätzliche Frage zu stellen: Wo wurde der Diamant hergestellt?
Oft erklärt die Antwort bereits einen grossen Teil des Preisunterschieds.
Preistreiber 3 – Die Auswahl des Diamanten vs. das Zertifikat
Ein Zertifikat ist wichtig. Es ist jedoch nicht dasselbe wie ein wunderschöner Diamant, der im Alltag getragen wird.
Die 4Cs – Schliff, Farbe, Reinheit und Karatgewicht – beschreiben einen Diamanten mit bemerkenswerter Präzision. Von diesen vier Kriterien hat der Schliff den grössten Einfluss auf die Wirkung eines Steins. Er bestimmt, wie Licht in den Diamanten eintritt, wie es im Inneren reflektiert wird und wie viel davon als Brillanz und Feuer zum Betrachter zurückkehrt.
Ein hervorragend geschliffener Diamant mit leicht niedrigeren Farb- oder Reinheitsgraden wird fast immer besser wirken als ein schlecht geschliffener Diamant mit vermeintlich besseren Werten auf dem Zertifikat. Sobald ein Stein in Gold oder Platin gefasst ist, sind kleine Unterschiede bei Farbe oder Reinheit oft kaum noch wahrnehmbar. Unterschiede beim Schliff hingegen bleiben sichtbar.
Genau deshalb kann zwischen zwei Diamanten mit nahezu identischen Zertifikaten ein erheblicher Preisunterschied bestehen. Zwei IGI-zertifizierte Labordiamanten mit 1.5 Karat, Farbe G und Reinheit VS1 können auf dem Papier gleich aussehen und dennoch in unterschiedlichen Preiskategorien liegen. Der Grund dafür ist häufig die visuelle Qualität des Steins selbst.
Symmetrie, Lichtreflexion, Brillanz und feine Eigenschaften, die sich nicht vollständig in einer Bewertungsskala ausdrücken lassen, spielen eine grössere Rolle, als viele Käufer vermuten. Diese Unterschiede werden oft erst sichtbar, wenn man den Diamanten im natürlichen Licht betrachtet.
Genau deshalb endet die Bewertung eines Diamanten bei IRALIS nicht mit dem Zertifikat. Jeder Mittelstein ab 1.0 Karat wird nicht nur IGI-zertifiziert, sondern zusätzlich von einem erfahrenen Gemmologen persönlich geprüft. Nur Diamanten, die sowohl auf dem Papier als auch in der Realität überzeugen, werden für unsere Verlobungsringe ausgewählt.
Der Anspruch liegt dabei auf den besten verfügbaren Labordiamanten weltweit. Steine, die zwar hervorragende Zertifikate besitzen, visuell jedoch nicht dieselbe Brillanz oder Ausstrahlung zeigen, werden aussortiert. Diese zusätzliche Auswahlstufe ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, wofür Kunden letztlich bezahlen.
Ein kurzer Hinweis zur Zertifizierungslandschaft im Jahr 2026: Das International Gemological Institute (IGI) ist derzeit das einzige grosse gemmologische Institut, das Labordiamanten weiterhin nach den klassischen 4Cs bewertet. GIA hat im Oktober 2025 auf ein vereinfachtes Premium- und Standard-System umgestellt. HRD Antwerp hat die Bewertung loser Labordiamanten Anfang 2026 vollständig eingestellt. Für Käufer bleibt ein IGI-Zertifikat ab einem Karat deshalb weiterhin einer der klarsten und aussagekräftigsten Qualitätsnachweise.
Wenn ein Diamant mit scheinbar identischen Spezifikationen deutlich günstiger angeboten wird, liegt die Erklärung häufig nicht im Zertifikat, sondern in der Auswahl des Steins selbst.
Die Bewertung auf dem Papier kann identisch sein. Die Qualität der Auswahl ist es oft nicht.
Preistreiber 4 – Fassung, Edelmetall und Handwerkskunst
Der Diamant ist ein wichtiger Bestandteil eines Verlobungsrings. Er ist jedoch nicht der einzige Faktor, der den Preis bestimmt. Wer ausschliesslich den Wert des Steins betrachtet, übersieht oft einen wesentlichen Teil dessen, wofür bei hochwertigem Schmuck tatsächlich bezahlt wird.
Es beginnt beim Edelmetall. Recyceltes 14k oder 18k Gold orientiert sich am internationalen Goldpreis, der jederzeit öffentlich einsehbar ist. Der Unterschied zwischen dem reinen Materialwert und dem Verkaufspreis ergibt sich aus der Verarbeitung, dem handwerklichen Aufwand und dem Materialverlust, der während des Giessens, Legierens und Polierens entsteht. Legierungen mit geringerem Goldanteil sind günstiger, weil sie weniger Feingold enthalten. Bei Verlobungsringen und Eheringen liegt Platin 950 in der Regel über Gold, da es seltener, dichter und deutlich anspruchsvoller in der Verarbeitung ist.
Ebenso wichtig ist die Handwerkskunst hinter dem Ring. Ein Schmuckstück, das industriell in grossen Stückzahlen produziert wird, trägt andere Kostenstrukturen als ein Ring, der von Hand gefertigt wird. Handgefertigte Verlobungsringe spiegeln die Erfahrung des Goldschmieds, die investierte Arbeitszeit und das handwerkliche Können wider, das über Jahre oder Jahrzehnte entwickelt wurde.
Die Verlobungsringe von IRALIS werden von erfahrenen Goldschmieden in Italien, Belgien und der Schweiz gefertigt. Alle Partnerbetriebe arbeiten nach hohen Qualitätsstandards, und die Goldschmiede sind Mitglieder des Responsible Jewellery Council.
Der letzte Faktor ist das Design selbst. Ein Ring, der speziell für einen bestimmten Menschen und einen besonderen Moment angefertigt wird, unterscheidet sich grundlegend von einem Schmuckstück, das bereits fertig im Lager liegt. Die Gestaltung, die Beratung, die Auswahl der Materialien und die Anpassung an individuelle Wünsche sind eigenständige Leistungen, die weit über den Wert der einzelnen Materialien hinausgehen.
Wer den Preis eines Verlobungsrings ausschliesslich anhand des Diamanten beurteilt, wird das Gefühl haben, für das Design zu viel zu bezahlen. Betrachtet man jedoch den Ring als Gesamtkunstwerk aus Diamant, Edelmetall, Handwerkskunst und individueller Gestaltung, wird nachvollziehbar, wie sich sein Wert zusammensetzt.
Ein Wort zum Wiederverkaufswert – weil diese Frage fast immer gestellt wird
Eine Frage taucht in Beratungsgesprächen immer wieder auf: Haben Minendiamanten nicht einen besseren Wiederverkaufswert als Labordiamanten?
Die ehrliche Antwort lautet, dass weder Minendiamanten noch Labordiamanten als klassische Geldanlage betrachtet werden sollten. Bereits die Fragestellung führt häufig in die falsche Richtung.
Ein natürlich entstandener Diamant, der zu einem marktüblichen Verkaufspreis gekauft wurde, erzielt beim Wiederverkauf in der Regel nur einen Bruchteil seines ursprünglichen Kaufpreises. Dasselbe gilt für Labordiamanten. Betrachtet man die Wertverluste in Prozent, unterscheiden sich beide Kategorien oft weniger stark, als viele vermuten.
Betrachtet man jedoch die tatsächlichen Beträge in Schweizer Franken, ergibt sich häufig ein anderes Bild. Da ein vergleichbarer Minendiamant in der Anschaffung deutlich teurer ist, fällt auch der absolute Wertverlust beim späteren Verkauf meist höher aus als bei einem Labordiamanten mit ähnlicher Grösse und Qualität. Die konkreten Zahlen und Beispiele dazu erläutern wir ausführlich in unserem Artikel darüber, ob sich Labordiamanten lohnen.
Wichtig ist vor allem eines: Wer primär Wert erhalten oder Vermögen aufbauen möchte, sollte dafür nicht auf Diamanten setzen. Anlagegold eignet sich dafür deutlich besser. Langfristige Investitionen in Unternehmen oder breit diversifizierte Aktienmärkte ebenfalls.
Diamanten, unabhängig davon, ob sie natürlich entstanden oder im Labor gewachsen sind, werden gekauft, um getragen zu werden, nicht um Kapital zu lagern.
Gerade in der Schweiz ist die Vorstellung eines hohen Wiederverkaufswerts oft ein Erbe früherer Generationen und einer anderen Zeit des Diamantenmarktes. Die heutigen Marktbedingungen zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.
Der wahre Wert eines Verlobungsrings lässt sich ohnehin nur schwer in Zahlen ausdrücken. Es ist das Schmuckstück, das einen besonderen Moment begleitet, täglich getragen wird und über viele Jahre hinweg mit Erinnerungen verbunden bleibt. Dieser Wert lässt sich weder an Börsenkursen noch an Wiederverkaufspreisen messen.
Preisschwankungen – was sich verändert und worauf es ankommt
Drei Faktoren beeinflussen die Preise von Labordiamanten und Verlobungsringen in der Schweiz laufend.
Der erste Faktor ist der Goldpreis. Recyceltes 14k- und 18k-Gold orientiert sich eng am internationalen Goldmarkt. Zum reinen Materialwert kommen lediglich die Kosten für Verarbeitung, Herstellung und die Marge des Goldschmieds hinzu. Steigt der Goldpreis deutlich an, wirkt sich dies direkt auf den Edelmetallanteil eines Rings aus. Wer möchte, kann die Entwicklung des Goldpreises jederzeit selbst verfolgen, da dieser öffentlich einsehbar ist.
Der zweite Faktor sind die Grosshandelspreise für Labordiamanten. In den vergangenen Jahren haben sich diese spürbar verändert, da die weltweiten Produktionskapazitäten kontinuierlich ausgebaut wurden. Die stärksten Preisrückgänge scheinen inzwischen jedoch weitgehend hinter dem Markt zu liegen. Bei bestimmten Diamantformen und Karatgrössen zeigen sich bereits erste Anzeichen einer Stabilisierung. Unabhängige Branchenanalysten wie Paul Zimnisky veröffentlichen regelmässig Einschätzungen und Marktanalysen für alle, die die Entwicklung der Branche genauer verfolgen möchten.
Der dritte Faktor ist die Währung. Der internationale Handel mit Diamanten und Edelmetallen wird grösstenteils in US-Dollar oder Euro abgewickelt. Der Schweizer Franken zählt seit vielen Jahren zu den stabilsten Währungen weltweit und federt einen Teil dieser Schwankungen für Schweizer Käufer ab. Vollständig vermeiden lassen sich internationale Preisbewegungen dadurch jedoch nicht.
Die praktische Konsequenz daraus ist einfach: Sobald das Design feststeht und der passende Diamant ausgewählt wurde, lohnt es sich, den Preis verbindlich festzuhalten. Denn am Ende sollte der Fokus nicht auf kurzfristigen Marktbewegungen liegen, sondern auf dem Moment, für den der Ring geschaffen wird.
Checkliste: So beurteilst du den Preis eines Labordiamanten in der Schweiz
Acht Fragen, die du bei jedem Juwelier, in jedem Showroom und bei jedem Labordiamanten stellen kannst.
1. Mit welchem Verfahren wurde der Diamant hergestellt?
Eine klare Antwort – HPHT oder CVD – sollte selbstverständlich sein. Idealerweise kann der Anbieter auch erklären, weshalb dieses Verfahren gewählt wurde und welche Eigenschaften damit verbunden sind.
2. In welchem Land wurde der Diamant hergestellt und welche Energiequellen kamen dabei zum Einsatz?
Die Antwort sollte konkret ausfallen. „Labordiamant“ beschreibt lediglich die Herstellungsart, nicht die Herkunft oder die Bedingungen der Produktion.
3. Verfügt der Diamant über eine unabhängige Zertifizierung?
Ab einem Karat sollte ein IGI-Zertifikat Standard sein. Eine GIA-Zertifizierung auf Wunsch ist ebenfalls sinnvoll. Fehlt eine unabhängige Zertifizierung bei dieser Grösse vollständig, sollte das hinterfragt werden.
4. Wie wurde der Diamant ausgewählt?
Wurde er ausschliesslich anhand seines Zertifikats eingekauft oder zusätzlich von einem erfahrenen Gemmologen persönlich geprüft? Dieser Unterschied kann sowohl die Qualität als auch den Preis erheblich beeinflussen.
5. Aus welchem Edelmetall wird der Ring gefertigt?
14k oder 18k Gold, Platin 950, recycelte oder neu gewonnene Edelmetalle – jede Variante hat ihre Berechtigung. Wichtig ist, genau zu wissen, welche Materialien verwendet werden.
6. Wo und von wem wird der Ring gefertigt?
Zwischen industrieller Massenproduktion, Atelierfertigung und handwerklicher Herstellung in Italien, Belgien oder der Schweiz bestehen deutliche Unterschiede in Qualität, Aufwand und Preisstruktur.
7. Welcher Teil des Preises entfällt auf das Design?
Ein individuell angefertigter Verlobungsring beinhaltet nicht nur Materialkosten, sondern auch Beratung, Gestaltung und Entwicklung. Diese Leistungen sind ein eigenständiger Bestandteil des Endpreises.
8. Wie lange dauert die Anfertigung?
Für einen tatsächlich auf Bestellung gefertigten Verlobungsring liegt die übliche Produktionszeit meist zwischen zwei und zehn Wochen. Deutlich kürzere Lieferzeiten können darauf hindeuten, dass es sich um bereits vorhandene Lagerware und nicht um eine individuelle Anfertigung handelt.
Nimm diese Fragen mit in jedes Beratungsgespräch. Ein seriöser Anbieter wird sie nicht nur beantworten können, sondern sie sogar begrüssen. Denn wer die Herkunft, Qualität und Herstellung eines Diamanten transparent erklären kann, hat nichts zu verbergen.
Wenn Preis und Werte zusammenpassen – wofür IRALIS steht 
Der Preis eines hochwertigen Schmuckstücks sollte die Entscheidungen widerspiegeln, die hinter seiner Entstehung stehen. Sorgfältige Herkunft. Sorgfältige Auswahl. Sorgfältige Handwerkskunst. Und eine Preisgestaltung, die nachvollziehbar bleibt, wenn Fragen gestellt werden. Genau darauf solltest du bei der Wahl eines Verlobungsrings oder Diamantschmuckstücks in der Schweiz achten.
Die Preisgestaltung von IRALIS basiert auf einer klaren Philosophie und einer bewussten Reihe von Entscheidungen.
Unsere Labordiamanten stammen überwiegend von einem Produzenten, der mit Solarenergie arbeitet, ergänzt durch sorgfältig ausgewählte Diamanten etablierter Hersteller in Deutschland und Grossbritannien. Für Kunden, die einen noch individuelleren Weg gehen möchten, bieten wir zudem die Möglichkeit, einen Diamanten direkt von einem Schweizer Produzenten auszuwählen und das gesamte Schmuckstück vollständig in der Schweiz fertigen zu lassen.
Jeder Diamant ab einem Karat wird mit einem IGI-Zertifikat geliefert. Auf Wunsch ist auch eine GIA-Zertifizierung möglich. Darüber hinaus wird jeder Stein von erfahrenen Gemmologen persönlich geprüft und ausgewählt. Nur die besten verfügbaren Labordiamanten erfüllen unsere Anforderungen. Selbst Diamanten mit hervorragenden Zertifikaten werden aussortiert, wenn sie hinsichtlich Schliff, Brillanz oder Lichtreflexion nicht überzeugen.
Für unsere Verlobungsringe verwenden wir recyceltes 14k- und 18k-Gold sowie Platin 950. Die Fertigung erfolgt durch erfahrene Goldschmiede in Italien, Belgien und der Schweiz. Unsere Partner sind Mitglieder des Responsible Jewellery Council und arbeiten nach höchsten handwerklichen Standards.
Der Weg zu einem IRALIS Schmuckstück besteht aus vier einfachen Schritten:
1. Persönliche Beratung
Ein Gespräch mit Milena und dem IRALIS Team – persönlich in Zürich oder bequem per Videocall.
2. Auswahl des Diamanten
Unsere Gemmologen wählen passende IGI-zertifizierte Diamanten anhand deiner Vorstellungen und Wünsche aus.
3. Bestätigung des Designs
Grösse, Proportionen, Edelmetall, Fassung und sämtliche Details werden gemeinsam abgestimmt, bevor die Fertigung beginnt.
4. Individuelle Anfertigung
Jedes Schmuckstück wird auf Bestellung gefertigt. Die Produktionszeit beträgt je nach Design zwischen zwei und zehn Wochen.
IRALIS wurde unter anderem in Vanity Fair, Die Weltwoche und Prestige Magazin vorgestellt. Unser Anspruch war nie, die günstigste Option auf dem Schweizer Markt zu sein. Unser Anspruch ist es, Schmuckstücke zu schaffen, bei denen Herkunft, Qualität, Handwerkskunst und Bedeutung in Einklang stehen.
Hochwertiger Schmuck sollte sich persönlich anfühlen, lange bevor er getragen wird. Und der Preis sollte nachvollziehbar sein, lange bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Wenn eines von beidem fehlt, hast du wahrscheinlich noch nicht den richtigen Partner gefunden.
Wenn du bereit bist, beginnt alles mit einem Gespräch, persönlich im Herzen von Zürich oder virtuell, ganz gleich, wo du dich befindest.
Jedes Schmuckstück beginnt mit deiner Geschichte.
Wenn du dich aktuell mit der Wahl eines Verlobungsrings beschäftigst, findest du in unserer Verlobungsring-Kollektion in Zürich weitere Inspirationen, Designs und Informationen.

Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Labordiamant in der Schweiz durchschnittlich?
Einen aussagekräftigen Durchschnittspreis gibt es nicht. Der Preis eines Labordiamanten hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter das Herstellungsverfahren, das Herkunftsland, die verwendeten Energiequellen, die Qualität der Auswahl sowie die Materialien und die Handwerkskunst des fertigen Schmuckstücks. Sinnvoller als ein Durchschnittswert ist es deshalb, die wichtigsten Preistreiber zu verstehen und jedes Angebot individuell zu beurteilen.
Warum unterscheiden sich die Preise von Labordiamanten mit derselben Karatzahl so stark?
Das Karatgewicht ist nur einer von vielen Faktoren. Zwei Diamanten mit identischem Gewicht können sich hinsichtlich Schliff, Farbe, Reinheit, Herstellungsverfahren, Herkunft und der Qualität der Auswahl erheblich unterscheiden. Hinzu kommen Unterschiede bei Edelmetall, Fassung, Handwerkskunst und Design. Zusammengenommen erklären diese Faktoren die oft beträchtlichen Preisunterschiede.
Sind Labordiamanten günstiger als natürliche Diamanten?
Bei vergleichbaren Qualitätsmerkmalen liegen Labordiamanten in der Regel unter dem Preis natürlicher Diamanten. Die wichtigere Frage ist jedoch nicht, ob ein Diamant günstiger ist, sondern ob sein Preis nachvollziehbar und fair ist. Der Wert eines hochwertigen Schmuckstücks entsteht nicht allein durch den Stein selbst, sondern auch durch Herkunft, Design, Verarbeitung und die Bedeutung, die damit verbunden ist.
Hat der Herstellungsort eines Labordiamanten Einfluss auf den Preis?
Ja, und zwar erheblich. Produzenten in Europa, die mit erneuerbaren Energien arbeiten und über kürzere Lieferketten verfügen, haben meist höhere Produktionskosten als Hersteller in Regionen mit anderen Energie- und Kostenstrukturen. Diese Unterschiede spiegeln sich direkt im Preis pro Karat wider und gehören zu den wichtigsten Gründen für Preisunterschiede auf dem Schweizer Markt.
Ist HPHT oder CVD teurer?
Beide Verfahren erzeugen echte Diamanten. Die Preisunterschiede zwischen HPHT und CVD sind heute deutlich geringer als noch vor einigen Jahren und variieren je nach Karatgewicht und Qualitätsstufe. CVD wird häufig für besonders reine grössere Diamanten bevorzugt, während HPHT über alle Grössen hinweg weit verbreitet ist. Ein seriöser Juwelier sollte transparent erklären können, welches Verfahren für einen Diamanten verwendet wurde und weshalb.
Behalten Labordiamanten ihren Wert?
Weder Labordiamanten noch natürliche Diamanten sind klassische Finanzanlagen. Beide verlieren beim Wiederverkauf in der Regel einen Teil ihres ursprünglichen Wertes. Da Labordiamanten meist zu einem niedrigeren Preis erworben werden, fällt der absolute Wertverlust in Schweizer Franken häufig geringer aus als bei vergleichbaren natürlichen Diamanten. Ein Diamant wird in erster Linie gekauft, um getragen, geschätzt und mit besonderen Erinnerungen verbunden zu werden.
Warum ist eine IGI-Zertifizierung wichtig?
Seit 2026 ist das International Gemological Institute (IGI) das einzige grosse gemmologische Institut, das Labordiamanten weiterhin nach den traditionellen 4Cs bewertet. GIA hat sein Bewertungssystem Ende 2025 angepasst, während HRD Antwerp die Bewertung loser Labordiamanten eingestellt hat. Ein IGI-Zertifikat gilt deshalb heute als einer der wichtigsten unabhängigen Qualitätsnachweise für Labordiamanten.
Wie setzt sich die Preisgestaltung von IRALIS zusammen?
Die Preisgestaltung von IRALIS basiert auf den bewussten Entscheidungen hinter jedem einzelnen Schmuckstück. Dazu gehören Labordiamanten von Produzenten, die mit Solarenergie arbeiten, ergänzende Bezugsquellen in Deutschland und Grossbritannien sowie auf Wunsch vollständig in der Schweiz gefertigte Massanfertigungen. Hinzu kommen die IGI-Zertifizierung, die persönliche Auswahl durch erfahrene Gemmologen, recyceltes 14k- oder 18k-Gold beziehungsweise Platin 950 sowie die handwerkliche Fertigung durch Goldschmiede in Italien, Belgien und der Schweiz.
Jedes Schmuckstück wird individuell auf Bestellung gefertigt und durch eine persönliche Beratung begleitet. IRALIS ist nicht die günstigste Option auf dem Markt – und wurde auch nie mit diesem Anspruch geschaffen. Unsere Preise spiegeln die Herkunft, die Qualität der Materialien, die Handwerkskunst und die Sorgfalt wider, die in jedes einzelne Schmuckstück einfliessen.